kohten_pfadfinder

 

Die Kohte ist das traditionelle Zelt der Pfadfinder. Es ist ein Gruppenzelt und bietet Platz für 4-8 Personen. Das geniale an diesem schwarzen, trapezförmigen Zelt ist, dass man in der Mitte ein Feuer machen kann. Die Kohte hat nämlich keinen Boden und in der Mitte über dem Feuer ist eine Öffnung, sodass der Rauch abziehen kann. Wenn es mal regnen sollte, kann die Öffnung abgedeckt werden. So kommt kein Regen rein aber der Rauch kann trotzdem noch abziehen.

Die Kohte besteht aus schwarzem Baumwollstoff. Dieser ist sehr robst, wasserdicht und auch unempfindlich gegen Feuer und Funkenflug. Die Kohte besteht aus vier einzelnen Teilen, den Kohtenbahnen. So kann die Kohte zum Wandern in vier Teile zerlegt und ganz einfach transportiert werden. Wie? In die Kohtenbahn rollt man seinen Schlafsack. Dieses wurstartige Gebilde kann man nun wunderbar um den Affen, den Pfadfinderrucksack, rollen. Wenn man nun nach langer Wanderung einen schönen Lagerplatz gefunden hat, werden die vier Bahnen wieder zusammengeknöpft. Es werden aus dem Wald zwei Kohtenstangen geholt (natürlich nur totes Holz) und außerdem muss noch ein Kohtenkreuz gebunden werden. Daran wird die Kohte nämlich an den beiden Kohtenstangen hochgezogen. Wie jedes Zelt, braucht die Kohte natürlich noch ein paar Heringe, mit denen sie fest am Boden verankert wird. Diese werden meist aus Holz geschnitzt.

Eine geübte Pfadfindergruppe baut eine Kohte im Null Komma Nix auf. Dafür ist natürlich ein wenig Teamwork gefragt.

Wenn man alleine oder mit wenigen Personen auf Fahrt geht, lassen sich aus den Kohtenbahnen noch eine Vielzahl an anderen Zelttypen bauen. Zu nennen wäre da z.B. die Kröte oder die Lokomotive. Braucht man hingegen ein wenig mehr Platz, so kann die Kohte durch einen schmalen Erdstreifen ergänzt werden. Dieser bringt die gesamte Kontruktion ein wenig nach Oben, sodass die schrägen Wände der Kohte besser genutzt werden können.

Alles in allem sind Schwarzzelte sehr vielseitig und gar nicht schwerer als moderne Plastikzelte. Das besondere daran ist allerdings die ganz besondere Atmosphäre, die von ihnen ausgeht. Es gibt nichts schöneres als in der gemütlichen Kohte mit seinen Freunden am Feuer zu sitzen. Bis spät in die Nacht zu singen, träumen oder sich zu unterhalten. Die Kohte macht das Pfadfinderleben und das auf Fahrt sein zu etwas einmaligem. Man schläft nicht einfach in der Kohte. In einer Kohte lebt man!